Paso Doble

Häufig wird der Paso Doble als tänzerische Darstellung eines Stierkampfes bezeichnet, bei dem der Herr die Rolle des Toreros spielt, die Dame die der Muleta oder Capa. Beim französischen Paso Doble spielt dieses Bild allerdings nur in wenigen Figuren eine Rolle. Der Tanz ist progressiv, die Gehschritte werden raumgreifender als in den anderen lateinamerikanischen Tänzen getanzt und haben immer den gleichen Rhythmus. Geschlossene und offene Figuren werden im Wechsel miteinander in einem flüssigen Marschtempo getanzt.


Typ
Lateinamerikanischer Tanz

Geschichte
Der Paso Doble ist im 19. Jahrhundert in Spanien entstanden und wird in seiner heutigen Form seit ca. 1920 getanzt. Die musikalischen Wurzeln liegen im Flamenco, wörtlich übersetzt heißt er "Doppelschritt", damit ist auch die tänzerische Grundlage beschrieben. Vergleichbar ist er dem in Deutschland bekannten Marschtanz, hat sich aber durch seine Figurenvielfalt in eine andere Richtung entwickelt.


Taktfolge
Der Paso doble hat 2/4-Takt, gezählt wird slow-slow und hat 60 bis 64 Takte pro Minute.