Tango Argentino

Tango - Verheißung und Illusion, Liebe und Hass, Enttäuschung und Melancholie, Freude und Trauer. Der Charakter des Tanzes ist weich, sentimental und verhalten. Dieser Tanz der Leidenschaft wird eng umschlungen getanzt. Immer wieder wird inne gehalten, was eine Spannung hervorruft, in der sich Musik und Tanz gegenseitig beeinflussen. Der Tanz wird bestimmt durch die unzähligen Variationsmöglichkeiten der Bewegungen, sowohl in Aneinanderreihung von einzelnen Elementen und Schritten als auch in Art der Ausführung und im Tempo. Es gibt keinerlei festgelegte Kombinationen, der Tanz lebt im Wesentlichen durch die freie Improvisation, Führen und Folgen kommt daher die größte Bedeutung zu. Die Bewegungen sind fließend, gechmeidig, langsam bis blitzschnell und dynamisch.

Typ
Standardtanz

Geschichte
Tango kommt aus Argentinien, mit Ursprüngen in Kuba und Uruguay im 18. Jahrhundert. Der argentinische Tango entstand um 1880 in den Einwanderervierteln am Rio de la Plata, an dessen Mündungsdelta Buenos Aires liegt, aus Habanera und Milonga, einer Mischung aus afro-kubanischer und europäischer Musik.

1910 eroberte er von Paris aus die europäischen Tanzsäle. Von da an begann auch die Trennung der beiden Stilarten Tango im englischen Stil und Tango Argentino, der als Salon-Tango jetzt auch von den gehobenen Gesellschaftsschichten in Südamerika akzeptiert wurde, die ihn bis dahin als vulgär verachtet hatten.

Ende der 70er Jahre setzte Astor Piazzola mit seiner vom Jazz beeinflussten Tangomusik neue Akzente und verhalf dem Tango zum internationalen Durchbruch.

Bühnenshows und Tanzfilme begründeten schließlich in den 90er Jahren eine neue Tangowelle


Taktfolge
2/4- oder 4/8-Takt